Daniel Schnetzer zeigt, dass wahre Stärke leise sein kann: In der Humanitas‑Werkstatt arbeitet er konzentriert und ausdauernd, im Wasser schwimmt er an die nationale Spitze. Bei den Special Games 2026 holte er zweimal Gold – ein Erfolg, der seinen eigenen, ruhigen Weg eindrucksvoll bestätigt. Daniel Schnetzer ist keiner, der laut auftritt. Und doch gehört er zu den Schnellsten: im Wasser bricht er Rekord um Rekord. Seit über 20 Jahren arbeitet Daniel in der Humanitas-Werkstatt – ein Ort, an dem er Struktur, Sicherheit und Vertrauen gefunden hat. Seine Aufgaben erledigt er mit grosser Konzentration und Ausdauer, etwa bei Montagearbeiten für die Firma Feller in Horgen. Für ihn ist diese Arbeit mehr als ein Job: Sie gibt seinem Alltag Halt und stärkt sein Selbstvertrauen. Wer Daniel begegnet, spürt schnell seine ruhige Art. Er vergleicht sich selbst gerne mit einem Elefanten: ruhig, stark und ausdauernd. Eigenschaften, die ihn ausmachen – im Alltag wie im Sport. Im Wasser in seinem Element Schon als Kind war klar: Das Wasser ist Daniels Welt. Heute blickt er auf eine jahrzehntelange Schwimmkarriere zurück. Im Becken fallen alle Barrieren – hier ist Daniel nicht ein Mensch mit Beeinträchtigung, sondern ein Spitzenathlet. Seine Eltern begleiten ihn seit vielen Jahren zu Wettkämpfen und unterstützen ihn mit grosser Hingabe. Trainiert wird regelmässig – immer mit dem nächsten Ziel vor Augen. Gold in Zug 2026 Dieses Ziel hat Daniel eindrücklich erreicht: An den Special Games 2026 in Zug gewann er zwei Goldmedaillen – im Rückenschwimmen (23 Sekunden) und im Brustschwimmen (21,4 Sekunden) über 25 Meter, beide in der höchsten Kategorie A. Damit gehört Daniel zu den schnellsten Athleten im Schweizer Behindertensport. Ein eigener Weg So klar seine Leistungen im Wasser sind, so wichtig ist ihm auch sein Leben ausserhalb des Beckens. Daniel lebt heute mit seinen Eltern zusammen. Für die Zukunft wünschen sie sich für ihn ein Zuhause im begleiteten Wohnen – einen Ort, an dem er selbstständig leben und sich gleichzeitig sicher fühlen kann. Was bleibt, ist vor allem eines: Vertrauen. In Daniels Stärke. Und in seinen ganz eigenen Weg – ruhig, kraftvoll und in seinem eigenen Tempo. Die beiden Goldmedaillen, die Daniel Schnetzer von den diesjährigen Special Games in Zug mit nach Hause gebracht hat. Am Arbeitsplatz in Horgen - der Elefant ist Daniels Lieblingstier. "Wir wohnen in einer Art WG", sagt Daniels Vater Paul Schnetzer. Lesen Sie den ganzen Artikel über die Familie Schnetzer in unserem aktuellen Magazin Wirklich ab Seite 4. Magazin WIRklich Magazin WIRklich